Bienen partnerschaftlich halten

Die moderne Imkerei verwendet viel Intelligenz und Energie darauf, den Schwarmtrieb, die natürliche Vermehrung des Bien's, zu unterdrücken. So wird es uns Neuimkern landauf, landab beigebracht.

Es geht auch anders!!!

Man kann mit dem Bien partnerschaftlich zusammenarbeiten. Wenn ein Bienenvolk in Schwarmstimmung kommt, ist das ein Signal, dass es sich teilen, verjüngen will. Warum sollen wir Imker diese gesunde Vitalkraft unterdrücken? Womöglich verzichte ich auf etwas Honigertrag, habe dafür aber gesunde, standortangepasste, lebensfrohe Völker. Und so schlimm ist's mit dem "Verlust" wegen "Abschwärmens" nie gewesen.  

Im Frühling, bei der ersten Durchsicht und während der Fluglochbeobachtung im ersten Trachtmonat merkt ein erfahrener Imker noch bald, ob ein Volk in Schwarmstimmung kommen könnte. Je nach Entwicklungsstand wird grosszügig erweitert, denn Waben bauen ist des Bien's grosse Lust. Die Honigräume werden früh aufgesetzt. Gelegentlich entnehme ich die Vorschwärme (nackte Schwarmbildung). Nach dem eigentlichen natürlichen Abschwärmen wird auf jeden Fall das zurückbelassene Altvolk erneuert, bzw. auf frischen Bauraum gesetzt. Oft kann aus "zu vielen", vor dem Schlupf stehenden Prinzessinnen noch ein weiteres "Kunstschwärmli" gebildet werden.


Der Hauptstand auf 1150 m.ü.M.

Die Honigproduktion ist in vollem Gange!

Die "Schwärmerei" hat sich bereits gelegt.