Alles beginnt mit dem Schwarm...

1. Schritt; Einfangen !

 

Durch konsequente Beobachtung, Imkererfahrung und einiges an Bauchgefühl und wird das Abschwärmen eines Volkes erwartet und erahnt.

 

Trotz allem; Gelegentlich steht auch die erfahrene Imkerin verblüfft vor der Tatsache ... Abgeschwirrt ! Staunend sieht der Mensch dem Wunder zu! Ein Schwarm! Ein neues Bienenvolk wird geboren.

 

Landwirte und Spaziergänger melden mir Schwärme. Danke.

 

Nun ist Mut, Raffinesse und Geduld gefragt, damit der Schwarm Mithilfe der Imkerin einen neue Behausung beziehen kann. Teamarbeit...

An manchen Tagen fangen sich mehrere Schwärme....

 

Ein Bienenschwarm ist rechtlich gesehen ein Tier in Not!

 

Ohne die Hilfe des Imkers findet er nur selten ein neues,

geeignetes Obdach.

 

Leider verenden Schwärme elendiglich nach einigen Tagen vergeblichem nach einer neuen Behausung suchen oder wählen ungünstige Möglichkeiten und sterben im Winter.

 

Auch fehlt Ihnen die Hilfe der Imkerin, die Varroamilben loszuwerden. All diese Faktoren sind für heimatlose Bienenschwärme meistens der sichere Tod.

 

Bitte meldet Bienenschwärme den Imkern !


Mit meiner Betriebsweise "fangen" sich heimatlose Schwärme in Schwarmfang-Kisten nicht selten von selber ein. Ein gutes Wohnungsangebot und neue Mieter ziehen gerne ein. Dabei ist die Imkerin nur Zuschauerin.

Schwarmfang-Kasten in Aktion!

Nach dem sich die erste Aufregung gelegt hat, begann der Schwarm seitlich über das Anflugbrett einzumarschieren.

Zwar zögerlich, aber beharrlich...

Nach der Landung und vor dem Einzug...

Abends, beim 2. Check, waren nur wenige Bienen noch draussen. Der obdachlose Schwarm hat sein neues "Heimetli" endgültig ohne zutun des Menschen selber bezogen.

Der Grund des verzögerten Einmarsches; ein kleines Wespennest musste erst "entfernt" werden.

Einen Schwarmeinzug in flagranti erwischt!

In flagranti beim Einflug erwischt!


2. Schritt;   Einquartieren! Abends oder anderntags wird dem gefangenen Schwarm seine neue Behausung angeboten.

 


Der Schwarm wird aus der Fangkiste auf das Einlaufbrett geleert.

Der Bien spürt sogleich eine sichere Unterkunft und macht sich auf, das Angebot in Besitz zu nehmen. Es zieht ihn in die duftige Dunkelheit eines leeren, sauberen Bienenkastens.

Der Einzug ist in vollem Gange. Der Einmarsch dauert von 20 Minuten bis zu 1 Stunde.

Die Imkerin sitzt daneben und liest Zeitung und fotografiert gelegentlich.

Fertig! Der Schwarm ist nun ein Bienenvolk.

 

Der Aufbau des Wabenwerks kann beginnen.


3. Schritt; Kontrollieren!  Einen guten Monat später wird nachgesehen, ob aus dem ehemaligen Schwarm ein neues, gesundes Bienenvolk geworden ist.

 

Ein gefreuter Anblick!

Baut das neue Volk gut?

Aber vor allem? Legt die Königin und ist die Brut gesund?


4. Schritt; Abgeschwärmtes Volk kontrollieren. Beim Auszug bleibt ein kleinerer Teil des Bienenvolks im alten Kasten zurück. Auch da wird nachgesehen, ob die junge, geschlüpfte Königin auf dem Hochzeitsflug war und nun die "Personal"-Lücken mit neuem heranwachsenden Volk auffüllt.  Meistens ersetzt die Imkerin das gesamte alte Wabenmaterial durch neue Rahmen. So gibt's Wachs für Kerzen und saubere, neue Zellen für gesunde Bienennachkommen.

 

Es wird munter gebaut und gebrütet. Nun braucht das junge Volk Tracht = Blüten um den Wintervorrat anzulegen.

Mit neuen Völkern aus Schwärmen, wie aus abgeschwärmten kann noch Tracht angewandert werden.

Für den Landwirt bestäubte Blüten...

Für den Imker gut genährte Bienen und meistens noch Honig um die Materialkosten zu decken.


 

Frage zwei erfahrene Imker
und du bekommst drei Meinungen.
Falls du auf zwei triffst die gleicher Meinung sind,
hat mindestens einer keine Ahnung!


Dies hängt u.a. mit der langjährigen Praxis und der dabei entwickelten individuellen Betriebsweise des einzelnen Imkers zusammen.